Die zweite Runde der Parlamentswahlen in Frankreich läuft an und viele Menschen gehen auch zur Wahl. Bis zum Mittag haben laut offiziellen Angaben rund 26,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Dies ist die höchste Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt seit 1981. In der ersten Runde der Parlamentswahl vor einer Woche lag sie um diese Zeit bei 25,9 Prozent. Bei der letzten regulären Parlamentswahl lag sie damals bei nur 18,99 Prozent.
Es wird mit Spannung erwartet, ob die rechtsnationale Partei von Marine Le Pen die absolute Mehrheit bekommen wird oder nicht. Bei der 1. Runde ging sie schon als stärkste Kraft hervor. Mit ersten Zahlen wird gegen 20 Uhr gerechnet.
Sollte die Partei von Le Pen die absolute Mehrheit bekommen, dann dürften sich in der Nationalversammlung drei Blöcke bilden, die das Bilden einer Regierung schwerer machen würden und das Land in eine politische Krise stürzen würde.
Nach dem Ergebnis der Europawahl, Anfang Juni, hatte Staatspräsident Emmanuel Macron Neuwahlen für die französische Nationalversammlung ausgerufen. Die Partei von Le Pen holte bei der Europawahl die meisten Stimmen, die Partei von Macron erlitt herbe Verluste. Im Fall einer absoluten Mehrheit der Rechten könnte Jordan Bardella neuer Premierminister werden.
Quelle: ARD



