Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Indien sind die Rettungsarbeiten beendet worden. Am Samstagabend (03.06.) hatten die Einsatzkräfte 15 weitere Todesopfer geborgen. Drohnenaufnahmen zeigten die Ausmaße der Katastrophe, bei der mindestens 288 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden.

Angehörige mussten in verschiedenen Leichenhallen die Leichen identifizieren. Mehr als 1.000 Menschen sind weiter unablässig mit den Räumarbeiten beschäftigt. Die Einsatzkräfte setzen schweres Gerät ein, um die Trümmer von den Schienen zu holen.

Der Unfall ereignete sich am Freitagabend (02.06.) in einer ländlichen Gegend im Bezirk Balasore. Drei Züge waren den Behörden zufolge daran beteiligt. Die Untersuchungen zur Ursache dauern noch an. Der indische Bahnminister Ashwini Vaishnaw sprach von einem möglichen Fehler im elektronischen Signalsystem. Das soll dazu geführt haben, dass ein Zug fälschlicherweise das Gleis gewechselt habe, sagte er einem indischen TV-Sender. Der Zug fuhr auf eine Strecke und stieß dann mit einem dort abgestellten Güterzug zusammen. Ein weiterer Passagierzug raste dann auf einem Nachbargleis in umgestürzte Wagen.

Es ist eins der schwersten Zugunglücke in der jüngeren Geschichte Indiens. Das Land hat eines der weltweit längsten Schienennetze. Immer wieder gab es in der Vergangenheit schwere Unfälle. Dank massiver Investitionen hatte sich die Sicherheit auf den Schienen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.

Quelle: ZDFheute.de