Großbritannien ist eins der Länder in Europa, die sehr stark vom Coronavirus getroffen wurden. Nun kündigte die Regierung an, dass man langsam lockern werde, aber vorsichtig. In einer Fernsehansprache, die am Sonntagabend übertragen wurde, sagte Premierminister Boris Johnson: „Die Zahl der Todesfälle ist tragisch, das Leiden immens.“ Es sei der Regierung trotzdem gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Daher könne man nun mit Lockerungen beginnen.

Ab dem 1. Juni sollen die Grundschüler wieder schrittweise am Unterricht teilnehmen und einige Geschäfte dürfen wieder öffnen. Ab dem 1. Juli sollen dann weitere Orte wie Bars und Restaurants wieder öffnen dürfen. Aber Johnson hat auch Lockerungen für die kommende Woche angekündigt. So können ab heute Menschen wieder zur Arbeit gehen, die nicht Zuhause arbeiten können. Ab Mittwoch dürfen Menschen mit Angehörigen aus ihrem Haushalt so oft sie wollten im Freien sein, wenn sie sich an die Abstandsregeln halten.

Johnson hat auch ein System von fünf Warnstufen vorgestellt, mit denen in Zukunft die Situation in Großbritannien bewertet werden soll. Die Einstufung werde von der Höhe der Übertragungsrate das Virus abhängen, die nun etwas unter eins liege. Weitere Details wolle er heute im Unterhaus präsentieren, sagte er.

Die Lockerungen gelten aber nicht für Schottland, Wales und Nordirland. Und das sorgt für Kritik. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon rief die Schotten dazu auf, weiterhin Zuhause zu bleiben. Die Botschaft der Regierung aus London, wachsam zu sein, kritisierte sie vage. Auch Labour-Chef Keir Starmer kritisierte die Änderungen als unklar.

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