Sicherheitsbehörden sind in mehreren Bundesländern zu einer Razzia gegen mutmaßlicher Mitglieder einer rechtsextremistischen Vereinigung ausgerückt. Wie das Schleswig-holsteinische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Flensburg mitteilten, richteten sich die Durchsuchungen gegen insgesamt zwölf Beschuldigte.

Diese Beschuldigten sollen die Vereinigung Aryan Circle Germany gründet haben, um rassistisch motivierte Körperverletzungen und Sachbeschädigungen zu begehen. Auch Verstöße gegen das Waffengesetz soll die Gruppierung demnach geplant haben. Aktuell lägen jedoch keine Erkenntnisse zu geplanten Anschlägen vor, teilten die Behörden am Dienstag mit.

Die Razzien liefen in Schleswig-Holstein und in weiteren Bundesländern, die bislang nicht genauer genannt wurden. Die Beschuldigten zwischen 19 und 57 Jahren. Sie sind alle dem rechtextremen Spektrum zuzuordnen und teilweise früher bereits durch rassistische Straftaten und Verstöße gegen das Waffengesetz aufgefallen.

Die Behörden gehen davon aus, dass sie sich im Sommer 2019 in Bad Segeberg zu dieser Gruppe zusammengeschlossen haben und ermitteln nun wegen des Verdachts der Bildung einer kriminel7len Vereinigung. Die LKA sagte, dass die Durchsuchungen dazu dienten nach Beweismitteln, mit denen sich Vorwürfe untermauern lassen. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Flensburg zufolge wurden bei den Durchsuchungen Speichermeiden in großer Mengen sichergestellt worden. Außerdem seien auch Betäubungsmittel und einige Gegenstände gefunden worden, die unter das Waffengesetz fallen.

Der Aryan Circle ist eine in den Vereinigten Staaten entstandene rassistische Gefängnis- und Straßengang.

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