Die erste deutsche Nachrichtensprecherin Westdeutschlands ist gestorben. Wibke Bruhns ist im Alter von 80 Jahren gestorben, bestätigte ihre Familie dem ZDF. Im Jahr 1971 hat sie die als erste Frauen die Nachrichten im deutschen Fernsehen verlesen. Bruhns war auch als Bestseller-Autorin tätig und brachte viele Bücher auf den Markt. Im Jahr 2012 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Nachrichtenzeit. Meine unfertigen Erinnerungen“.

Bruhns wurde im Jahr 1938 geboren. Sie begann ein Volontariat bei der „Bild“ bis 1961 und danach ging sie zum ZDF, was frisch gegründet wurde. Bis 1973 moderierte sie fast 400 Sendungen der „heute“-Nachrichten. Danach war sie für das Nachrichtenmagazin „Stern“ unterwegs. Im Jahr 1989 wurde sie mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis ausgezeichnet.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey zum Tod von Wibke Bruhns: „Wibke Bruhns war eine Frau mit Haltung und dem Mut einer Pionierin. Mit ihrer Hartnäckigkeit und Leidenschaft hat sie als erste Frau den ZDF-heute-Nachrichten ihr Gesicht gegeben und damit Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie viele in der Medienwelt beeindruckt. Mit persönlich hat sie mit ihrem Buch ‚Meines Vaters Land‘ eindringlich den Weg einer deutschen Familie zwischen Widerstand und Anpassung in der Zeit des Nationalsozialismus vermittelt. Ihre Hinweise zur Entwicklung des Fernsehens waren bis zuletzt sehr wertvoll für mich.“

Anne-Rose Neumann und Wibke Bruhns – erste Nachrichtenfrauen

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