Das britische Parlament hat sich mit einer klaren Mehrheit für eine Verschiebung des Austritts aus der Europäischen Union ausgesprochen. Die Abgeordneten haben am Donnerstagabend in London mit 412 zu 202 Stimmen für eine Fristverlängerung gestimmt. Eigentlich sollte Großbritannien am 29. März, also in 2 Wochen, die EU verlassen. Vorher hatte das Parlament in London gegen ein zweites Referendum gestimmt.

Der ursprüngliche Austrittstermin in zwei Wochen war nicht zu halten, weil sich das Unterhaus mit der Regierung im Kurs um den Austritt sich zerstritten hat. Das zwischen Premierministerin May und Brüssel vereinbarte Abkommen konnte bisher nicht vom Unterhaus angenommen werden. Zwei Mal wurde das Abkommen abgelehnt. Die nun beschlossene Verlängerung der Austrittsfrist kann nur umgesetzt werden, wenn alle 27 EU-Staaten dies billigen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker hatte sich zuletzt für eine kurze Verschiebung ausgesprochen. Der Brexit sollte vor der Europawahl Ende Mai abgeschlossen sein, erklärte er.

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