Der Dokumentarfilmer Klaus Wildenhahn ist vor wenigen Tagen im Alter von 88 Jahren gestorben. Er verantwortete in den 1960er Jahren zahlreiche Dokumentarfilme, die Standards gesetzt haben. Insgesamt entstanden unter seiner Regie rund 60 Filme. Wildenhahn galt als einer der einflussreichsten Dokumentarfilmer des 20. Jahrhunderts. Außerdem war er auch Hochschullehrer und Dozent.

Der NDR, für den er gearbeitet hatte, würdigte ihn als einen „kritischen Geist“ und „einflussreichsten Dokumentarfilm-Regisseure und –Lehrer der vergangenen Jahrzehnte“. Anlässlich seines Todes zeigt der NDR am kommenden Dienstag in der Nacht ausgewählte Filme von ihm. Diese werden dann auch auf Abruf in der Mediathek zu sehen sein.

NDR-Intendant Lutz Marmor sagt: „Kaum einer hat den deutschen Dokumentarfilm so geprägt wie Klaus Wildenhahn. Er ist für viele Filmschaffende bis heute stillbildend. Der NDR hat ihm viel zu verdanken. Mein besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern.“

Seine Karriere startete Wildenhahn als Regieassistent bei der Fernsehlotterie und war später Autor des Magazins „Panorama“ beim NDR. 1964 interviewte er die beiden Dokumentarfimgrößen D.A. Pennebaker und Richard Leacock, die führenden Vertreter der „Direct Cinema“-Bewegung aus England und den USA. Das prägte seine Arbeit in den folgenden Jahren.

Quelle: DWDL

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