Der neue Tankrabatt ist in der vergangenen Nacht in Kraft getreten und hat für stark fallende Spritpreise gesorgt. Auf dem Spritpreisportal Tankerkönig sind die Preise für die ermittelten deutschlandweiten Durchschnittspreise zwischen 23:41 Uhr und 0:41 Uhr um rund 10 bis 11 Uhr gefallen. Auch am frühen Morgen ergab sich etwa diese Preisdifferenz zum gleichen Zeitpunkt am Mittwoch (30.09.).

An vielen Orten wurde Superbenzin der günstigeren E10-Sorte für weniger als 2 Euro angeboten, wie aus dem Portal des ADAC hervorgeht. Hier gibt es aber regionale Unterschiede. In München, Stuttgart oder Leipzig gab es sehr viele solcher Angebote. In Berlin waren es zahlreiche Tankstellen, in Hamburg dagegen nur wenige und in Köln wurden am Donnerstagmorgen (01.10.) keine Tankstellen mit Angeboten unter 2 Euro angezeigt. Die bundesweiten Durchschnittspreise bei Tankerkönig lagen aber allerdings unter 2 Euro.

Seit Mitternacht gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Die Maßnahme dauert bis Ende des Jahres. Das durchschnittliche Auto wird in Deutschland laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes rund 900 Kilometer pro Monat bewegt. Wenn man nach Angaben von ntv von einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern auf 100 Kilometer ausgehen würde, dann spart der durchschnittliche Verbrennerfahrer durch den Rabatt auf die vollen drei Monate gerechnet grob 32 bis 36 Euro.

Wie vollständig der Tankrabatt an die Verbraucher weitergegeben wird, wird man in den nächsten Tagen und Wochen dann sehen. Es gibt keine direkte Verpflichtung der Tankstellen, die Preise zu senken. Zudem sind die Berechnungen dazu kompliziert. Die Preise waren schon am Dienstag (29.09.) und am gestrigen Mittwoch gefallen. Auch beim letzten Tankrabatt, der von Mai bis Ende Juni galt, war umstritten, wie vollständig er weitergegeben wurde.

Die Bundesregierung hatte den Tankrabatt als Reaktion auf die aktuell extrem hohen Spritpreise auf den Weg gebracht. Bisher war der September der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das hatte sich auch in der Inflationsrate niedergeschlagen.

Quelle: ntv, dpa

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Waldemar
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