Nach dem Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern hat der Spitzenkandidat und Landesvorsitzender Daniel Peters seinen Rücktritt angekündigt. Das kündigte er nach einem Treffen des Landesvorstands in Schwerin an. Für ihn gehöre es zu einer verantwortungsvollen Politik, persönliche Konsequenzen zu ziehen, betonte er. „Ich bin mir sicher, dass die CDU Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft, auch wenn wir jetzt nicht dem Landtag angehören werden, eine tragende Rolle spielen wird„, sagte Peters.
Übernehmen soll erstmal Philipp Amthor, der Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bundeskanzleramt ist. Das teilte Peters mit. Der 33-Jährige ist auch Vizevorsitzender und war bis Mai 2025 Generalsekretär der CDU in Mecklenburg-Vorpommern.
Peters hatte den Landesvorsitz erst 2024 übernommen. Auch so den Fraktionsvorsitz. Er war Nachfolger des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow, der Anfang 2024 überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Der Politikwissenschaftler aus Rostock arbeitete einst für den langjährigen und früheren CDU-Landtagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden Rehberg.
Vorher hatte schon die stellvertretende Landesvorsitzende Ann Christin von Allwörden ihren Rücktritt erklärt. Zwar lasse auch sie das Wahlergebnis sprachlos zurück, schrieb sie auf Instagram. Für sie gehört es aber dazu, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehöre auch „die Ehrlichkeit, daraus persönliche Konsequenzen zu ziehen„, schrieb die 47-Jährige. „Deshalb werde ich meine politischen Ämter als stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern sowie im Kreisvorstand der CDU Vorpommern-Rügen niederlegen„, schrieb sie weiter. Auch CDU-Generalsekretärin Katy Hoffmeister erklärte im Landesvorstand ihren Rücktritt.
Bei der Landtagswahl gestern (20.09.) hatte die CDU mit 4,9 Prozent den Wiedereinzug in den Landtag nicht geschafft. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Partei und in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, dass die CDU den Einzug in einen Landtag nicht schafft.
Quelle: ZDF, AFP, dpa



