Erstmals seit Ende Juli haben die USA wieder Ziele im Iran angegriffen. Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte in der vergangenen Nacht auf der Plattform X, ehemals Twitter, über „begrenzte, gezielte Maßnahmen“ gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, die eine unmittelbare Bedrohung in der Straße von Hormus dargestellt hätten.
So haben die USA zwei Raketenabschussrampen auf der Insel ins Visier genommen, wie das Nachrichtenportal „Axios“ sowie die TV-Sender FOX News und CBS berichteten. Mitglieder der Revolutionsgarden seien dabei beobachtet worden, wie sie Raketen mit Seeminen in die Straße von Hormus abfeuern wollten, wurde ein Sprecher von Centcom zitiert. Die Insel Larak liegt nahe der Meerenge, um deren Kontrolle die USA und Iran seit Monaten erbittert ringen.
Nach Angaben der islamischen Revolutionsgarde starben bei dem US-Angriff mehrere iranische Kämpfer und Zivilisten, wie der staatliche TV-Sender IRIB berichtete. Iran drohe mit Vergeltung, hieß es weiter. Die Verantwortlichen für diesen Angriff würden bestraft.
Die Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge zwei US-Stützpunkte in Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen. Dies sei die Vergeltung für einen US-Angriff auf die iranische Larak, berichteten örtliche Medien. Ziel des Beschusses seien die Militärbasen King Hussein und Al Azraq gewesen. Auch der Luftwaffenstützpunkt Al-Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sei mit Drohnen angegriffen worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Ziel seien Bereiche der Basis gewesen, in denen US-Truppen und Hubschrauber stationiert seien.
Schon mehr als sechs Monate dauert der Iran-Krieg schon an. Die letzten bekannten US-Angriffe auf den Iran waren Ende Juli. US-Präsident Donald Trump hatte verkündet, Teheran mit wirtschaftlichen Mitteln unter Druck setzen zu wollen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist weiterhin stark eingeschränkt.
Quelle: ARD



