Der bekannte Leichenpräparator Gunter von Hagens ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Mehrere Medien hatten darüber am Montagvormittag (27.07.) berichtet.

Von Hagens litt schon lange an einer Parkinson-Erkrankung. Der Mediziner hatte in den 1970er Jahren in Heidelberg eine Konservierungstechnik von Leichen zu anatomischen Präparaten entwickelt, die weltweit durch seine Körperwelten-Ausstellung bekannt wurde.

Geboren wurde von Hagens im Jahr 1945 in Posen (Poznań) im heutigen Polen als Gunter Liebchen. Später hat er dann den Nachnamen seiner ersten Ehefrau angenommen. Im Jahr 1965 begann er in Jena Medizin zu studieren, geriet dann in politische Gefangenschaft der DDR und wurde von der Bundesrepublik freigekauft. An der Universität Heidelberg promovierte er dann.

Seit den 1970er Jahren widmete er sich dann der Plastination und hatte dafür in den 1990er Jahren ein privates Unternehmen gegründet. Seine Palatinate zeigte er auch in Ausstellungen. Kritiker von ihm sahen darin die Menschenwürde verletzt. Im Jahr 2006 gründete von Hagens dann in Guben in Brandenburg die Gubener Palatinate GmbH, Geschäftsführer ist sein Sohn Rurik von Hagens. In der Werkstatt werden die Präparate, die von Körperspendern stammen, aber auch Tierplastinate hergestellt.

Im Jahr 2015 eröffnete Gunter von Hagens dann ein Museum mit Plastinaten am Alexanderplatz. Der Bezirk Mitte wollte das von Beginn an verhindern, mit der Argumentation, dass die ausgestellten Körper auch nach dem Konservierungsverfahren Leichen seien und deshalb bestattet werden müssten. Nach Gerichtsurteilen passt das Museum dann seine Schau an.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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