Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella hat die Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Politik-Neuling setzte sich bei der Stichwahl gestern (21.06.) gegen den linken Senator Iván Cepeda durch, wie aus den offiziellen Wahlergebnissen hervorging. De la Espriella bekam nach fast vollständiger Auszählung aller Stimmen 49,7 Prozent, Cepeda kam auf 48,7 Prozent.
Damit vollzieht das Land in Südamerika, das von Gewalt überzogen ist, einen sehr scharfen Rechtsruck. Amtsinhaber Gustavo Petro konnte nicht mehr antreten. Der 47-jährige Anwalt De la Espriella will bewaffnete Gruppen mit militärischer Gewalt bekämpfen und setzt in der Wirtschaftspolitik auf Deregulierung. Der Rechtsaußenkandidat, der sich selbst „Der Tiger“ nennt, will ins Drogengeschäft verwickelte Guerillagruppen auch mit Luftangriffen bekämpfen.
In einem Interview sagte de la Espriella, dass er nach der Wahl das Militär zu einer 90-tägigen Offensive mit Bombardierungen und Ausräucherungen von Koka-Plantagen führen lassen werde. Dafür wolle er sich die Unterstützung der USA und Israels holen. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. De la Espriella, der auch die US-Staatsbürgerschaft hat, wurde in der ersten Wahlrunde der Präsidentschaftswahl schon überraschend Erster.
Quelle: ntv, AFP



