Bei Electronic Arts (EA) kommt es zu dem befürchteten Kahlschlag und es werden Studios geschlossen und Stellen. So wird man den Publisher Bioware aufgeben. Das Studio zählte über Jahre hinweg als eine der renommiertesten und prägendsten Adressen der Branche, gerade für das Genre der Rollenspiele.

So gelten „Baldur’s Gate“, „Neverwinter Nights“ und „Knights of the Old Republic“ als Meilensteine in der Geschichte des Publishers. Nach der Übernahme des Studios durch EA im Jahr 2007 folgten dann noch erfolgreiche Serien wie „Mass Effect“ und „Dragon Age“.

Doch zuletzt konnte man nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. „Dragon Age: The Veilguard“, was 2024 erschien, hatte die ambitionierten Vorgaben des Mutterkonzerns nicht erreicht. Nun wird auch der nächste Teil der „Mass Effect“-Reihe nicht mehr weiterverfolgt. An dem Spiel waren dem Vernehmen nach 50 Mitarbeiter beteiligt. Die Auswirkungen auf eine geplante Serie für Prime Video sind noch offen.

Die Entscheidung führt auch zu einem Stellenabbau von 400 Arbeitsplätzen und halt der Schließung des Bioware-Standorts in Edmonton in Kanada. Auf dem offiziellen X-Account heißt es: „Für über als 30 Jahre war Bioware viel mehr als ein Studio – nämlich eine Heimat für Geschichtenerzähler, Entwickler und die Spieler, die unsere Welten zum Leben erweckt haben.“ Weiter heißt es: „Diese Spiele waren so viel mehr, weil ihr sie gespielt habt, über Entscheidungen debattiert habt, euch in die Figuren verliebt habt und diese Welten zu eurer eigenen gemacht hat.„

Das Aus von Bioware setzt eine Runde an Entlassungen der letzten Jahre fort und ist auch ein Teil der überarbeiteten Strategie von EA, zwangsläufig unter der Berücksichtigung der enormen Ertrags- und Schuldenlast, die dem Unternehmen im Zuge der 55‑Milliarden-US‑Dollar-Akquise durch den neuen Eigentümer PIF aufgebürdet wurde.

So wird es auch einen Nachfolger von „Die Sims 4“ nicht mehr geben. An anderen Stellen kam es zur Umschichtung von Kapazitäten. Investieren will das EA-Management unter anderem in ein neues „Open-World-Spiel“ im American-Football-Sektor. Zudem soll es ein neues „Star Wars“-Spiel und ein neues Box-Spiel aus der „Fight Night“-Serie geben.

Wie sich diese Maßnahmen genau in den Bilanzen von EA auswirken werden, ist derzeit nicht zu bewerten. Denn in Folge der Übernahme von EA durch den saudischen Staatsfonds PIF ist die Aktie von Electronic Arts nicht mehr im Handel aufzufinden.

Quelle: Gameswirtschaft  

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Waldemar
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