Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die beiden deutschen Forscher Peter Hagemann und Georg Nagel, sowie an den US‑Forscher Karl Deisseroth. Das teilte das Karolinska-Institut in Stockholm am Montag (05.10.) mit.

Das Komitee würdigte die Arbeit der drei Forscher an der Entdeckung, die zur Optogenetik führte. Das ist eine Methode, die es ermöglicht, die Aktivität einzelner Nervenzellen in einem lebenden Gehirn an- oder auszuschalten. „Diese Methode wird heute in Laboren weltweit eingesetzt, um die Geheimnisse des Gehirns zu entschlüsseln„, teilte das Komitee auf der Plattform X, ehemals Twitter, mit.

Hegemann ist aktuell Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin und wird für seine Arbeit am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München ausgezeichnet. Georg Nagel ist Professor an der Universität Würzburg und wird für seine Arbeit am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr bekamen Mary Brunkow, Fred Ramsdell und Shimon Sakaguchi, drei Wissenschaftler aus Japan und den USA, den Medizin-Nobelpreis für ihre Forschung zum Immunsystem. Ihre Entdeckungen helfen bei der Entwicklung neuer Therapien.

Es ist wieder Nobelpreiswoche und es werden bis Freitag noch die Nobelpreise für Physik (06.10.), Chemie (07.10.), Literatur (08.10.) und Frieden (09.10.) verliehen. Auch ein Wirtschaftsnobelpreis wird verliehen, aber dieser wird erst seit 1969 verliehen und geht nicht auf den schwedischen Industriellen und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel zurück. In diesem Jahr werden die Nobelpreise 125 Jahre alt. Im Jahr 1901, fünf Jahre nach dem Tod des Stifters Alfred Nobel, wurden die Auszeichnungen erstmals vergeben. Die Verleihung der Preise findet am Todestag des Stifters, am 10. Dezember, statt.

Quelle: ZDF, dpa, AP

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Waldemar
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