Bereits mehrfach hat die Schufa vor Gericht mit Niederlagen kämpfen müssen. So hat bereits der EuGH 2023 entschieden, dass die Schufa nach etwa 6 Monaten die Daten nicht mehr speichern und für ihr Scoring benutzen darf. Und jetzt bahnt sich der nächste Rechtsstreit an. Denn die gemeinnützige europäische Datenschutzorganisation NOYB möchte gegen die Schufa vor Gericht ziehen. „Wir mahnen die Schufa jetzt formell ab und fordern sie auf, die historischen Daten umgehend zu löschen„, so der Sprecher der Organisation Marco Blocher.

NOYB mit Sitz in Wien ist dafür bekannt, gegen Datenschutzverstöße aktiv vorzugehen. So hat die Organisation bereits gegen Microsoft, Google, Meta und X Beschwerde eingereicht. Neben der Löschung von den Daten fordert sie von der Schufa außerdem Schadensersatz, da die Schufa „millionenfach Verletzungen von Artikel 15 der europäischen Datenschutzgrundverordnung (…)“ begangen habe. Dazu will sie eine Verbandsklage einreichen.

Die Schufa sieht sich allerdings im Recht. Die Daten zu speichern, sei vollkommen legal, sagte sie. In einem Video heißt es dazu „Sie dienen der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen. Dazu zählen auch Tests neuer Score-Modelle. Bevor Unternehmen einen neuen Bonitätsscore in ihrem Tagesgeschäft einsetzen, testen sie ihn„. Sollte die Klage der NOYB erfolgreich sein, so könnte das für die Schufa zum Problem werden, denn jeder Erwachsene in Deutschland hätte dann einen Rechtsanspruch auf Schadenersatz.

Quelle: tagesschau

Vorheriger ArtikelKanada verhängt Vergeltungszölle gegen die USA