Weiterhin sind die Einsatzkräfte bei Hürtgenwald im Einsatz und versuchen, den Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Rund 1.400 Menschen seien im Einsatz, heißt es. Es sind auch Löschhubschrauber im Einsatz.
Der Landrat des Kreises Düren, Ralf Nolten, sagte dem WDR, dass die Nacht gut verlaufen sei. Der Wind sei abgeflacht und das Feuer habe sich nicht weiter ausgebreitet. Er wies aber darauf hin, dass der Wind von Norden komme. Wie sich das auf die Lage auswirke, ist unklar. Jörg Brunsmann, Meteorologe beim WDR, sagte, dass es derzeit vereinzelte Schauer und Gewitter gebe, aber der Regen reiche nicht, um das Feuer zu löschen. Es ist auch unklar, ob und wie sich der Wind bei lokalen Gewittern auf das Brandgeschehen auswirken wird.
Wegen immer größerer Waldbrände in Deutschland forderten Fachleute zuletzt einen gezielten Waldumbau und eine bessere Früherkennung. Der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats, Christian Haase, sagte zur Rheinischen Post, dass man akzeptieren müsse, dass die Waldbrände in Deutschland wegen des Klimawandels künftig häufiger auftreten könnten. Man müsse aber vom Wissen in den „klassischen Waldbrandländern“ profitieren. Nötig seien da auch zum Beispiel moderne Frühwarnsysteme.
Langfristig würde nur ein Waldumbau helfen. Man brauche etwa strukturelle, mehrschichtige Mischwälder mit einem höheren Laubholzanteil. Die Forstwirtschaft arbeite seit Jahrzehnten am Waldumbau. „Das Problem ist, dass uns die Geschwindigkeit des Klimawandels bei diesem Generationenprojekt zunehmend unter Druck setzt„, sagte Haase.
Bei dem Waldbrand in der Eifel sind derzeit etwa 300 Hektar Wald betroffen. Es ist der größte dokumentierte Waldbrand in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen.
Quelle: WDR



