Nach dem Rücktritt von CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn (CDU) hat Bundeskanzler Friedrich Merz im ZDF-Sommerinterview eine Kabinettsumbildung angedeutet. Darauf angesprochen sagte der CDU-Chef: „Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken.„
Als möglicher Kandidat für den Fraktionsvorsitz gilt der jetzige Kanzleramtschef Thorsten Frei. Sollte er auf Spahn folgen, müsste sich Merz einen neuen Kanzleramtschef suchen. Bestätigen will Merz die Personalie nicht. Er wisse nicht, wer Frei zum Top-Kandidaten ernannt habe. Er höre dies zum ersten Mal. In den nächsten Tagen soll die Nachfolge von Jens Spahn in den Gremien der Partei besprochen werden.
Merz distanziert sich deutlich von Spahn. Als er ihm von seiner Vaterschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA erzählt habe, sei ihm zunächst das Wohl des Kindes durch den Kopf gegangen. Er habe sich auch gedacht: „Naja, hoffentlich geht er kommunikativ damit gut um und erklärt es gut.“ Mit der Empörung habe er „nicht in diesem Umfang“ gerechnet, sagte er im ZDF-Interview. „Aber es hatte wahrscheinlich auch was mit seiner Person zu tun und auch mit der Kommunikation„, sagte er. Er hat niemanden darüber informiert: „Ich bin seinem Wunsch gefolgt und habe ihm die Kommunikation überlassen.„
Das Interview mit Bundeskanzler Merz läuft heute Abend um 19:10 Uhr im ZDF und im Streamingportal des ZDF.
Quelle: ZDF



