Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner wird seine Spitzenkandidatur für die Abgeordnetenhauswahl im September für die CDU zurückziehen. Das erklärte er bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag (10.07.). Er will bis zur Wahl eines neuen Regierenden Bürgermeisters im Amt bleiben.
Der 53-Jährige begründete dies damit, dass er wegen der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation beim Stromausfall im Januar nicht mehr bei der Bevölkerung mit seinen Themen durchkommt. „Ich kriege es nicht mehr hin, Botschaften zu senden, weil eine andere Debatte alles andere überlagert„, sagte Wegner. „Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht. Und ich ärgere mich am meisten darüber. Das war Mist“, sagte er weiter. Er wolle nicht, „dass die CDU durch Personaldebatten geschwächt wird“. Er ziehe deswegen eine Kandidatur zurück.
Er werde auch den Posten als Landesvorsitzender der CDU Berlin räumen. Seit 2019 war Wegner Vorsitzender der CDU Berlin. Medienberichten zufolge soll Stefan Evers neuer Spitzenkandidat werden. Evers ist derzeit Finanzsenator und seit April 2026 auch Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin.
Quelle: ntv, dpa, AFP



