Wegen der Hitzewelle im Osten der USA sind einige Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA abgesagt worden. Die geplante Parade in Washington, die jedes Jahr immer stattfindet, wurde abgesagt. Auch die Veranstaltung „Great American State Fair“ auf der National Mall, der Rasenfläche zwischen Kapitol und dem Washington-Denkmal, wurde vorübergehend geschlossen, nachdem mehrere Menschen kollabiert waren.
Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes sind mehr als 185 Millionen Menschen von den Hitzewarnungen betroffen. Die Spitzenwerte des Hitzeindexes könnten in Teilen des Landes bis zu 46 Grad Celsius erreichen, wobei mehrere US-Städte neue Temperaturrekorde erreichen könnten. Für die US-Hauptstadt Washington sind für heute (04.07.) mehr als 38 Grad vorhergesagt worden. Im Zusammenhang mit der hohen Luftfeuchtigkeit könnte die gefühlte Temperatur bei bis zu 43 Grad liegen.
Die extremen Temperaturen brachten zudem auch die Stromnetze an ihre Grenzen. Der größte US-Netzbetreiber PJM, der 67 Millionen Menschen unter anderem in der Region von Washington D.C. versorgt, rief die Kunden in Notfallprogrammen zur Drosselung ihres Verbrauchs auf. So sollen überlastete Leitungen und der sprunghafte Anstieg der Nachfrage durch Klimaanlagen bewältigt werden. Schon gestern Nachmittag (03.07.) waren schon rund 17.000 Haushalte ohne Strom.
Grund für diese extremen Temperaturen in Teilen der USA ist eine sogenannte Hitzekuppel, ein großräumiges Hochdruckgebiet, das über dieser Region verharrt und dann wie ein Deckel wirkt, der die heiße Luft am Boden einschließt. Solche Wetterlagen gab es zwar schon immer, aber infolge des Klimawandels führen sie nun zu höheren Temperaturen.
Quelle: ARD



