US-Präsident Donald Trump hat in einem Streit um das traditionsreiche Kennedy Center in Washington einen weiteren Rückschlag vor Gericht erlitten. Ein Richter ordnete an, dass der Name Trumps wieder von der Fassade des Kulturzentrums entfernt werden muss. Zudem darf das Kennedy Center vorerst nicht für die geplanten zweijährigen Renovierungsarbeiten im Sommer geschlossen werden.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass der Name des Kennedy Center ursprünglich durch den US-Kongress festgelegt worden sei. Daher könne auch nur der Kongress eine solche Namensänderung rechtmäßig beschließen. Die im Dezember 2025 erfolgte Umbenennung in das „Trump Kennedy Center“ sei deshalb rechtlich fragwürdig. Darüber hinaus stellte das Gericht fest, dass der Aufsichtsrat bei seinem Beschluss vom 16. März zur vorübergehenden Schließung der Einrichtung gesetzliche Vorgaben und bestehende Verpflichtungen nicht ausreichend berücksichtigt habe.

Kurz nach Bekanntwerden des Urteils erklärte Trump, dass er an den geplanten Renovierungsmaßnahmen nicht mehr festhalten wolle. Solange er nicht die Möglichkeit habe, das Projekt nach seinen Vorstellungen umzusetzen, habe er „kein Interesse“ daran, die Arbeiten weiterzuführen. Gleichzeitig kündigte der republikanische Präsident an, die Verantwortung für die Kultureinrichtung wieder stärker dem US-Kongress zu übertragen.

Trump kritisierte die Entscheidung der Justiz scharf und erklärte, er werde von den Gerichten ungerechter behandelt als jeder andere Präsident in der Geschichte der USA.

Das am Potomac-Fluss gelegene John F. Kennedy Center for the Performing Arts gilt als eine der bedeutendsten Kultureinrichtungen des Landes und präsentiert traditionell ein breites Spektrum aus Theater, Tanz und Musik. Trump hatte damals angekündigt, gegen aus seiner Sicht „anti-amerikanische Propaganda“ im Kulturbereich vorzugehen. In diesem Zusammenhang entließ er mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell mit einer Neuausrichtung der Institution.

Die spätere Umbenennung des Kennedy Center in „Trump Kennedy Center“ löste landesweit heftige Proteste aus. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sagten aus Protest geplante Auftritte ab. Schließlich reichte eine demokratische Abgeordnete Klage gegen die Namensänderung ein.

Quelle: ARD

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Waldemar
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