Der Vorsitzende der FDP in NRW, Henning Höne, verzichtet auf eine Kandidatur als Bundesvorsitzender und will sich zum Stellvertreter von Wolfgang Kubicki wählen lassen. Der ehemalige Bundestagsvizepräsident soll neuer Bundesvorsitzender werden. Gemeinsam wollen die beiden so wieder mehr als 5 Prozent der Stimmen in Deutschland für die FDP holen. Im nächsten Jahr wird in Schleswig-Holstein und in NRW gewählt.
In einem gemeinsamen Interview mit der „FAZ“ stellten Kubicki und Höne heute (15.05.) ihre Teamlösung vor, nachdem sie sich vorher über Wochen einen intensiven, parteiinternen Wettkampf geliefert hatten. Das Duell hatte der FDP durchaus Aufmerksamkeit beschert. Jetzt hielten die beiden den Zeitpunkt für gekommen, die Kräfte zu bündeln. Höne soll demnach eine herausgehobene Rolle im Bundesvorstand übernehmen, sich aber vor allem auf den Wahlkampf in NRW konzentrieren.
Beobachter hatten dem bundesweit kaum bekannten Höne kaum Chancen ausgerechnet, am Ende vor Kubicki zu liegen. Eine deutliche Niederlage hätte für Höne zudem auch ein Risiko als Spitzenkandidat für die NRW-Wahl dargestellt.
Kubicki und Höne kandidieren, wie der gesamte Bundesvorstand der FDP, nur für ein Jahr. Nach den Landtagswahlen in NRW und in Schleswig-Holstein im Frühjahr 2027 soll Bilanz gezogen werden und die Rollen der beiden Liberalen könnten dann wieder neu verteilt werden.
Quelle: WDR, FAZ



