Die AfD hat ihr umstrittenes Mitglied Alexander Eichwald aus ihrer Partei geschmissen. Wie die Pressestelle der AfD-NRW mitteilte, fällte das Landesschiedsgericht der Partei diese Entscheidung. Das Gremium bestätigte damit einen entsprechenden Beschluss des AfD-Landesvorstands. Eichwald stehe „der Weg zum Bundesschiedsgericht der AfD und anschließend der Weg zu einem ordentlichen Gericht offen„, heiße es in der Mitteilung.

Der Politiker war im Dezember durch eine befremdliche Rede bei der Gründungsveranstaltung der neuen Jugendorganisation „Generation Deutschland“ in Gießen aufgefallen. Der Kreisverband Herford hatte den jungen Mann daraufhin „mit sofortiger Wirkung zum Austritt aus der Partei“ aufgefordert und ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet.

Eichwald hatte sich bei der Gründungsveranstaltung der Nachwuchsorganisation der rechtspopulistischen Partei für einen Vorstandsposten beworben. Seine Bewerbungsrede sorgte bei den Mitgliedern für Gelächter, aber auch für Missfallen und Buh-Rufe. Grund war unter anderem sein finsteres Minenspiel während der Rede und sein auffällig rollendes „R“, das auf seine Herkunft als Russlanddeutscher zurückzuführen war.

Einige der Mitglieder dachten sogar, dass es ein Satire-Auftritt gewesen sei. Auf eine entsprechende Anfrage eines Mitglieds sagte Eichwald aber, dass er seine Kandidatur ernst meinte. In der Bewerbungsrede von Eichmann ging es unter anderem um die Migrationspolitik sowie die deutsche Kultur und „unsere wertvolle Heimat„. Der AfD-Kreisverband Herford sprach damals von „NS-Rhetorik und NS-Wortschatz„. Für dieses Verhalten gebe es „keine Toleranz„, hieß es weiter.

Quelle: ntv, AFP  

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Waldemar
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