Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als „vollkommen planlos“ kritisiert.

Auf der einen Seite sagt sie, dass die Hausärztinnen und Hausärzte in Zukunft noch mehr Aufgaben übernehmen sollen, auf der anderen Seite wird genau an dieser Stelle massiv der Rotstift angesetzt“, sagte der Verbandsvorsitzende Markus Blumenthal-Beier der „Rheinischen Post“. Das Spargesetz sei „ein Zerstörungsprogramm für Hausarztpraxen„.

Wenn Warken ihr Spargesetz in dieser Form durchboxe und bei den Hausarztpraxen massiv spare, dann werde das sogenannte Primärversorgungssystem nicht zu schaffen sein, warnte Blumenthal-Beier. Damit ist ein Reformprojekt gemeint, wonach der Hausarzt künftig in der Regel die erste Anlaufstelle für Patienten sein soll. Ziel ist eine bessere Patientensteuerung und ein effizienterer Einsatz von Kapazitäten. „Die Ministerin torpediert ihre eigene Reformagenda. Das ist absolut fahrlässig„, sagte Blumenthal-Beier.

Das Bundeskabinett soll nächste Woche das Sparpaket der Gesundheitsministerin beschließen, das die gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr um knapp 20 Milliarden Euro entlasten soll. Das Ziel ist, weitere steigende Krankenkassenbeiträge zu vermeiden.

So sind unter anderem höhere Zuzahlungen und Einschnitte für Patientinnen und Patienten, aber auch milliardenschwere Ausgabenbremsen bei Versorgungsanbietern von den Praxen und Kliniken bis zu den Arzneiherstellern.

Quelle: ARD

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Waldemar
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