Pendlerinnen und Pendler in Nordrhein-Westfalen können aufatmen. Denn im Tarifstreit zwischen dem kommunalen Arbeitgeberverband NRW und der Gewerkschaft ver.di ist es am Abend in der dritten Verhandlungsrunde zu einem Tarifabschluss gekommen, wie beide Seiten mitgeteilt haben. Weitere Streiks im Nahverkehr sind damit zumindest in NRW vom Tisch. Bis Ende 2029 soll der ausgehandelte Tarifvertrag laufen.

Die Tarifeinigung sieht eine schrittweise Reduzierung der Wochenarbeitszeit vor. Demnach soll in zwei Stufen die Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden reduziert werden. Des Weiteren soll die Ruhezeit von bisher zehn auf elf Stunden erhöht werden. Außerdem wird ab Januar 2027 der Sonntagszuschlag für Busfahrerinnen und Busfahrer um 30 Prozent angehoben.

Die Gewerkschaft ver.di hatte in den Verhandlungen eine Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich sowie eine Anhebung des Sonntagszuschlags auf 40 Prozent gefordert. Die Forderungen wurden zuerst von den Arbeitgebern als unrealistisch zurückgewiesen.

Neben NRW wird derzeit in mehreren Bundesländern mit den kommunalen Arbeitgebern verhandelt, darunter z.B. Hamburg und Sachsen-Anhalt. Vielerorts kam es zudem auch schon zu Warnstreiks. In Berlin beispielsweise sorgte das für die kuriose Situation, dass Straßenbahnen Anfang Februar trotz des Warnstreiks durch Berlin gefahren sind, aber ohne Fahrgäste. Grund für diesen Kompromiss waren die zuvor sehr kalten Temperaturen, die einige Tage zuvor den Straßenbahnverkehr für über 24 Stunden lahmlegten.

Quelle: WDR

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