Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge wieder den Iran angegriffen. Man habe in der vergangenen Nacht Dutzende Ziele attackiert, hieß es von zuständigen US-Regionalkommando Centcom am frühen Montagmorgen (13.07.) deutscher Zeit auf der Plattform X, ehemals Twitter. Es wurden Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen, Drohnenstandorte sowie kleinere Boote zerstört, um den Iran von weiteren Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr auf der Straße von Hormus abzuhalten.

Die Straße von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht vom Iran kontrolliert, teilte Centcom weiter mit. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen, auch gegen „die ungerechtfertigte Aggression Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen.

Der Iran erklärte gestern (12.07.), dass die Meerenge „auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt“ werde. Man werde nicht zulassen, dass eine „kindermordende Armee von der anderen Seite der Welt“ seine „illegale Einmischung“ in der Meerenge fortsetze.

Es war schon die vierte Angriffswelle der USA, seitdem die Feindseligkeiten in der Nacht zum Mittwoch (08.07.) wieder aufgeflammt waren. Nach Angaben von Centcom kamen neben Kampfflugzeugen und Drohnen auch erstmals schwimmende Drohnen zum Einsatz.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete über Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas und auf der Insel Gheschm im Persischen Golf. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von „feindlichen Angriffen“ auf Militäreinrichtungen in Bandar Abbas, wo es in mehreren Stadtteilen Explosionen gegeben habe. Das iranische Außenministerium in Teheran verurteilte die jüngsten US-Angriffe. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichtegemacht, heißt es vom Ministerium.

Nach Angaben der Agentur Irna haben die iranischen Revolutionsgarden US-Militärziele in Jordanien, im Kuwait und in Bahrain angegriffen. Demnach seien unter anderem ein Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain sowie weitere Stützpunkte in Kuwait attackiert worden.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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