Als Reaktion auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarde als Tarnorganisation durch die EU-Staaten hat der Iran alle Botschafter der EU-Staaten ins Außenministerium in Teheran einbestellt. Das sei das „Mindeste„, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. Auch Botschafter weiterer europäischer Länder seien einbestellt worden.

Baghai erklärte, dass sein Land derzeit prüfe, ob man weitere Gegenmaßnahmen „gegen den illegalen, unvernünftigen und höchst unangebrachten Schritt der EU„. Eine Entscheidung darüber werde in den kommenden Tagen getroffen. Schon vorher hatte Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärt, sein Land betrachte nun die Armee der europäischen Staaten auch als Terrororganisation, darunter auch die Bundeswehr.

Letzte Woche hatten die EU-Staaten entschieden, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Auch in Schweden gilt sie als Terrororganisation. Großbritannien will die Einstufung ebenfalls vornehmen Die EU begründete die Einstufung mit dem blutigen Vorgehen bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Menschen getötet worden sein.

Die Entscheidung gilt als symbolisch, da schon weitreichende Sanktionen bestehen. Über die Einstufung wurde in der EU jahrelang diskutiert.

Quelle: ARD

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Waldemar
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