In Österreich sind bei drei Lawinenabgängen insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen. Das haben die Bergrettung und die Polizei mitgeteilt.
Am Samstagnachmittag (17.01.) ging den Angaben zufolge eine Lawine am 2.150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal im Bundesland Salzburg nieder. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten nach Angaben der Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden zum Teil schwer verletzt. Kurz vorher war eine Frau, die mit ihrem Ehemann unterwegs war, im Raum Bad Hofgastein von einer Lawine erfasst worden. Sie starb unter den Schneemassen. In beiden Fällen sind Herkunft und Alter der Toten und Verletzten nicht bekannt.
Die Sprecherin der Bergrettung sagte, dass die Lawinenlage heikel ist. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, so dass sich immer wieder Lawinen auslösen. „Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist„, sagte Gerhard Kremser, der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau.
Am späten Nachmittag kam es dann in der Gemeinde Pusterwald in der Steiermark nach Angaben der Polizei zu einem weiteren Lawinenunglück. Sieben tschechische Skitourengeher waren in dem Gelände unterwegs, als sich eine Lawine löste. Drei von ihnen seien von der Lawine verschüttet worden, teilte die Polizei mit. Für sie kam aber jede Hilfe zu spät.
Nach mehreren Wochen ohne Schnee waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt sind ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Nationalität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum ums Leben gekommen. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äußerst vorsichtig zu sein.
Quelle: ARD



