Im Jahr 2026 ändert sich einiges: Das Deutschlandticket wird teurer, Führerscheine müssen umgetauscht werden und das Bürgergeld soll durch die Grundsicherung ersetzt werden. Ein Überblick:

Deutschlandticket wird teurer

Das Deutschlandticket kostet ab heute (01.01.) 63 Euro und nicht mehr 58 Euro. Die bundesweite Nutzung von Bus und Bahn im Nahverkehr verteuert sich damit um knapp 9 Prozent. Schon vor einem Jahr wurde der Preis erhöht, damals über 18 Prozent.

Neue Grundsicherung soll das Bürgergeld ersetzen

In diesem Jahr soll aus dem Bürgergeld die neue Grundsicherung werden. Menschen, die trotz einer intensiven Bemühung keinen Arbeitsplatz finden oder mit ihrem Einkommen den eigenen Bedarf nicht decken können, haben Anspruch auf das Bürgergeld, was im Juli zur neuen Grundsicherung werden soll. Vor allem die CDU/CSU hatte darum gekämpft. Die Höhe wird gleichbleiben, aber es soll Kürzungen geben, wenn Bezieher nicht mit dem Jobcenter kooperieren.

Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro

Mit Jahresbeginn steigt der Mindestlohn weiter an. Von derzeit 12,82 auf jetzt 13,90 Euro pro Stunde. Ein Anstieg von 8,5 Prozent. Danach soll der Mindestlohn im nächsten Jahr auf 14,60 Euro steigen. Eine entsprechende hatte das Bundeskabinett Ende Oktober verabschiedet.

Führerscheine müssen umgetauscht werden

Im Zuge der EU-weiten Vereinheitlichung der Führerscheine müssen alle alten Papierführerscheine sowie Führerscheine, die vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurden, umgetauscht werden. Wer einen deutschen Kartenführerschein hat, der aus den Jahren 1999, 2000 oder 2001 stammt, muss ihn bis spätestens 19. Januar 2026 gegen den aktuellen EU-Kartenführerschein eintauschen. Nach diesem Datum sind Führerscheine aus dem Jahrgang ungültig.

Neuer Wehrdienst

Ab diesem Januar bekommen alle 18-jährigen jungen Männer und Frauen einen Fragebogen, in dem ihre Motivation und Einigung für den Dienst bei der Bundeswehr abgefragt werden. Für Frauen ist die Teilnahme freiwillig, für alle Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, wird es dann ab Juli 2027 auch eine flächendeckende Musterung geben.

Mehrwertsteuer in der Gastronomie sinkt auf 7 Prozent

Zum heutigen 1. Januar sinkt die Mehrwertsteuer in der Gastronomie. Die Umsatzsteuer auf Speisen wird von 19 auf 7 Prozent gesenkt.

CO2-Preis steigt wieder

Der Preis pro Tonne ausgestoßenes CO2 durch die Verbrennung von Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin wird in diesem Jahr erstmals durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten bestimmt. Bislang lag der Preis fix bei 55 Euro. Die Abgabe ist noch auf 65 Euro pro Tonne gedeckelt. Als Folge könnten die Spritpreise um mehrere Cent steigen. Bei Ölheizungen wirkt sich der CO2-Preis stärker aus als bei Gasthermen. Die Änderung tritt im Januar in Kraft.

KI-Kennzeichnung wird Pflicht

Texte, Bilder, Audioangebote und Videos, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt wurden, müssen in Zukunft auch als solche gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungspflicht für Unternehmen geht auf den AI-Act der Europäischen Union zurück, den die Bundesregierung bis zum August umsetzen soll.

Widerrufsbutton in Online-Shops soll eingeführt werden

Im Internet sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher einen abgeschlossenen Vertrag per Mausklick auf einen Button widerrufen können. Eine entsprechende EU-Richtlinie greift ab dem 19. Juni. Betroffen sind Unternehmen, die Kaufverträge über eine Web oder App anbieten.

Quelle: ZDF

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Waldemar
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