US-Präsident Donald Trump will das Verteidigungsministerium nach Informationen des Weißen Hauses in „Kriegsministerium“ umbenennen. Der Präsident der USA wird heute (05.09.) eine entsprechende Anordnung unterzeichnen, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit.

Die Anordnung würde Verteidigungsminister Pete Hegseth und sein Ministerium ermächtigen, Titel wie „Kriegsminister“ und „Kriegsministerium“ in der offiziellen Kommunikation zu verwenden, heißt es in einem Informationsblatt des Weißen Hauses dazu. Hegseth zufolge soll die Umbenennung das „Kriegs-Ethos“ der Streitkräfte widerspiegeln.

Im Rahmen der Anordnung wäre der Verteidigungsminister zudem angewiesen, Maßnahmen zu empfehlen, die erforderlich sind, um die Umbenennung dauerhaft zu machen. Umbenennungen der Ministerien sind selten und müssen vom Kongress zugestimmt werden. Ein Widerstand der beiden Kammern, wo die Republikaner eine knappe Mehrheit haben, gilt aber als unwahrscheinlich. Trump erklärte schon vor einiger Zeit, dass der Name „Verteidigung“ zu defensiv sei. Trump und Hegseth sprachen bereits länger schon über eine Umbenennung des Ministeriums, um das Image militärischer Stärke weiter zu betonen. Hegseth startete auf Social Media eine Umfrage dazu.

Das US-Verteidigungsministerium hieß bis 1949 „Kriegsministerium“. Der Name wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geändert, um im Atomzeitalter den Fokus auf die Kriegsverhinderung zu signalisieren. Die nun geplante Umbenennung dürfte Hunderte von Millionen Dollar kosten, weil die Schilder und Briefköpfe weltweit geändert werden müssen.

Quelle: ZDF, AP, AFP, Reuters