Der Rundfunkbeitrag von ARD/ZDF und Deutschlandradio hat im vergangenen Jahr 8,57 Milliarden Euro eingenommen. Das wurde heute (13.06.) bekannt. Das war im Vergleich zum Vorjahr rund 150 Millionen Euro mehr. Die Erträge für 2022 sind zuletzt gestiegen, weil es das erste Jahr war, wo der Rundfunkbeitrag jetzt bei 18,36 Euro pro Monat liege. Entsprechend lag das Plus bei 1,73 Prozent im Vergleich zu 2021.

Rund 8,4 Milliarden Euro sind an ARD, ZDF und das Deutschlandradio geflossen, die Landesmedienanstalten bekommen 162 Millionen Euro. Gestiegen sind im letzten Jahr sowohl die gemeldeten Beitragskonten, von 45,74 Millionen auf etwas über 46 Millionen Euro, so auch die gemeldeten Wohnungen um 80.000 auf 39,79 Millionen. Bernd Roßkopf, Leiter des Bereichs Finanzen und Services, vermutet, dass die gemeldeten Wohnungen die dazu gekommen sind, vor allem durch die Nachholeffekte der Corona-Pandemie, wie zum Beispiel aufgeschobene Umzüge von Studierenden.

Die Zahl die vom Rundfunkbeitrag befreit war, ist gesunken. Sie lag Ende 2022 bei 2,43 Millionen Menschen. Ende 2021 waren es noch 2,49 Millionen Menschen, die keinen Rundfunkbeitrag zahlen müssen. Gesperrt wurden im letzten Jahr die Anschriften von Flüchtlingsunterkünften. Wer aus der Ukraine vom Krieg geflohen ist und in Deutschland lebt, muss demnach keinen Rundfunkbeitrag bezahlen. Die Sperrung der Adressen erfolgte auch deshalb, um Fehler, „im Rahmen etablierter Prozesse automatisiert zur Klärung der Rundfunkbeitragspflicht“, heißt es, zu verhindern.

Quelle: DWDL.de