Mehr als 150 Zivilisten sind aus dem von der russischen Armee belagerten ukrainischen Stahlfabrik in Mariupol befreit worden. Ein von humanitären Helfern organisierter Konvoi, dem das russische Militär zur Freiheit zugesagt hatte, erreichte aus Mariupol kommend am Dienstag (03.05.) in die Stadt Saporischschja, rund 230 Kilometer weiter nordwestlich.

Viele Menschen hätten nach zwei Monaten in den Bunkern wieder Tageslicht sehen können, teilte die Ukraine-Beauftragte des UN-Nothilfebüros (OCHA), Sonat Lubrani, mit. Alleine aus dem Stahlwerk sind UN-Angaben zufolge nach einem fünftägigen Evakuierungseinsatz 101 Zivilisten gerettet worden. Möglicherwiese sitzen noch weitere Zivilisten auf dem Werksgelände fest, warnte Lubrani. Die UN sei bereit, zum Stahlwerk zurückzukehren, um auch diese Menschen zu retten.

Für heute (04.05.) sind weitere Evakuierungen von Zivilisten aus Mariupol geplant. Als Treffpunkt für den Transport nannte die Gebietsverwaltung von Saporischschja in der Nacht ein großes Einkaufszentrum im Westen von Mariupol. Es liebt aber mehrere Kilometer vom Stahlwerk weg.

Quelle: zdf.de