Für den Walt Disney Konzern geht es in diesem Jahr rauf und am meisten auch runter. Für das dritte Quartal 2020 hat man einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr auf 14,7 Milliarden Dollar gemeldet. Der Verlust aus fortgeführten Geschäften belief sich auf 710 Millionen Dollar aus. Die größten Sorgenkinder sind weiterhin die Vergnügungsparks und die Kreuzfahrten, die unter der Corona-Pandemie leiden.

Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr bei den Vergnügungsparks betrug im gerade abgelaufenen Quartal 61 Prozent. Dass es nicht schlimmer war, hat man den geöffneten Parks in Paris, Shanghai und Hongkong zu verdanken. Operativ gab es ein Minus von einer Milliarde Dollar. Im Bereich Studio Entertainment, also dem gesamten Produktionsgeschäft, ging die Hälfte des Umsatzes flöten. Dort fehlen vor allem die Einnahmen aus den Kinos. Der operative Gewinn ging um 61 Prozent nach unten und lag bei 419 Millionen Dollar.

Im Bereich der Kabelsender in den USA lief es für den Mickey Maus-Konzern aber gut. Hier machte man elf Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. 7,2 Milliarden Dollar waren es nun insgesamt. Der operative Gewinn stieg um fünf Prozent, was vor allem am Network-Geschäft lag, wo der operative Gewinn sogar um 42 Prozent nach oben ging. Aber durch den Shutdown gab es auch keine Produktionskosten. Die Streamingdienste legten aber massiv zu. Dort stieg der Umsatz um 41 Prozent auf 4,85 Milliarden Dollar. Das wird allerdings mit den massiven Investitionen in den Ausbau von Disney+ erkauft, weshalb der operative Verlust in diesem Bereich bei 580 Millionen Dollar lag, was aber immerhin fast ein Viertel weniger war als im Vorjahr.

Bei den Abos geht es weiterhin nach oben. Auch bei Disney+, denn da gab es Anfang Oktober rund 73,7 Millionen Abonnenten, weniger als ein Jahr nach dem Start des Streamingdienstes im November 2019. Vor drei Monaten lag die Zahl der Abonnenten noch bei 57,5 Millionen. Doch auch die anderen Streamingdienste von Disney legten zu. ESPN+ hat nun 10,3 Millionen Abonnenten, vor einem Jahr waren es noch 3,5 Millionen. Hulu kommt auf 36,6 Millionen Abonnenten, das waren 28 Prozent mehr als zuvor. Und dabei haben auch Bündel-Angebote mit den verschiedenen Streamingdiensten geholfen, was aber dazu führte, dass pro Abonnent weniger umgesetzt wird. So bezahlt man für ein ESPN+-Abo nur 4,52 Dollar statt 5,12 Dollar.

Disney-Chef Bob Chapek sagte: „Selbst mit den durch COVID-19 verursachten Unterbrechungen waren wir in der Lage, unsere Geschäfte effektiv zu führen und gleichzeitig, bewusste Schritte zu unternehmen, um unser Unternehmen für ein größeres langfristiges Wachstum zu positionieren. Ein echter Lichtblick war unser Direktkundengeschäft, das für die Zukunft unseres Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist, und an diesem Jahrestag des Starts von Disney+ freuen wir uns, berichten zu können, dass der Dienst am Ende des vierten Quartals mehr als 73 Millionen zahlende Abonnenten hatte – und damit unsere Erwartungen bereits im ersten Jahr weit übertroffen hat.

Quelle: DWDL.de

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