Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Verlängerung des letzten großen Abrüstungsvertrags mit den USA, vier Monate vor deren Ablauf, für ein Jahr ohne Bedingungen vorgeschlagen. Diese Zeit könne für „sinnvolle Verhandlungen über alle Einzelheiten“ genutzt werden, sagte der Kremlchef am Freitag (16.10) bei einer Videokonferenz des Sicherheitsrates in Moskau.

Putin sagte, dass das Abkommen in den letzten Jahren seine Hauptaufgabe erfüllt habe: das Wettrüsten einzuschränken und Waffen zu kontrollieren. „Es ist klar, dass wir neue Waffensysteme haben, die die amerikanische Seite noch nicht hat“, meinte er. Russland sei aber auch bereit, darüber zu diskutieren.

Der New-Start-Vertrag läuft im Februar 2021 aus. Die USA hatten sich zuletzt bereit erklärt, das Abkommen über die Kontrolle von Atomwaffen für eine gewisse Zeit zu verlängern, dafür aber Bedingungen an Russland gestellt. Beide Länder besitzen zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen. Der Vertrag begrenzt die russischen und amerikanischen Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe.

Sollte der Vertrag nicht verlängert werden oder es wird keine neue Vereinbarung geschlossen, würde es das erste Mal seit Jahrzehnten kein Abkommen mehr geben, was den Bestand an strategischen Atomwaffen begrenzt.

Quelle: zdf.de, dpa, Reuters

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