In Nordrhein-Westfalen durchsuchten Ermittler mehrere Objekte und sind dem Verdacht rechtsextremer Umtriebe bei der Polizei nach. Mehrere Beamte sollen sich an mindestens fünf einschlägigen Chat-Gruppen beteiligt haben.

Wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (16.09.) mitteilte, sollen 29 Polizeibeamte beteiligt gewesen sein. Alle seien am Morgen suspendiert worden und gegen alle seien Disziplinarmaßnahmen eingeleitet worden. 14 Beamte sollen aus dem Dienst entfernt werden. Laut Reul gehören 25 Beamte zum Polizeipräsidium Essen.

Reul sprach von „einer Schande für die Polizei“. In den Chatgruppen sollen nach seinen Worten „übelste und widerwärtigste Hetze“ betrieben worden sein. Es seien 126 Bilddateien verteilt, darunter Fotos von Adolf Hitler, aber auch zum Beispiel fiktive Darstellung eines Flüchtlings in einer Gaskammer. Eine der Chatgruppen sei wahrscheinlich im Jahr 2013 gegründet worden, spätestens im Mai 2015. Das Ursprungs-Handy habe einem 32-Jährigen Beamten der Essener Polizei privat gehört, so die Ermittler. Er wurde eigentlich verdächtigt, Dienstgeheimnisse an einen Journalisten weitergegeben zu haben. Bei der Auswertung wurden auch die rechtsextremen Fotos entdeckt.

Am Morgen gingen 200 Polizisten mit einer Razzia gegen die Kollegen vor. So sind nach Angaben des Innenministers 34 Polizeidienststellen und Privatwohnungen untersucht worden.

Quelle: n-tv.de, zdf.de

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