Der deutsche Staat wird bei der Lufthansa einsteigen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL hat es eine politische Einigung auf höchster Ebene gegeben. Bundesfinanzminister Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten den Kompromiss erzielt, schreibt das Magazin.

Die Einigung soll vorsehen, dass der Staat sich mit 25 Prozent und einer Aktie an dem Unternehmen beteiligen werde. Man werde, darüber hinaus, weiteres Kapital bereitstellen. Zwei Aufsichtsratsplätze sollen demnach auch von der Bundesregierung besetzt werden. Wie der SPIEGEL berichtet soll ein Vertreter im Rang eines Staatssekretärs nach Frankfurt zu Lufthansa gereist sein und habe das Kompromissangebot vorgestellt. Eine Sprecherin der Bundesregierung, sagte dem Magazin, dass die Verhandlungen aber noch nicht abgeschlossen sind.

In den letzten Wochen gab es Streit über eine Staatsbeteiligung bei der Lufthansa. Es ging darum, wie viel Mitsprache der Bund bei der Fluggesellschaft haben sollte. Der Wirtschaftsflügel von CDU/CSU, Verkehrsminister Andreas Scheuer und der bayrische Ministerpräsident Markus Söder wollten nur eine stille Beteiligung bei der Lufthansa ohne einen Sitz im Aufsichtsrat. Die SPD, aber auch Finanzminister Scholz haben auf eine größere Mitbestimmung gedrängt, etwa in Personalfrage oder auch bei den ökologischen Maßgaben für den Konzern.

Wegen den Reiseverboten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie geriet Lufthansa immer mehr in die roten Zahlen. Das Unternehmen verbrennt stündlich eine Millionen Euro, weil mehr als 90 Prozent der Flugzeuge am Boden stehen.

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