Die ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht steht nicht mehr für eine Übergangsregierung in Thüringen zur Verfügung. Grund seien die sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Linke, SPD, Grüne und der CDU zum Zeitpunkt der Neuwahlen, sagte sie der dpa. In der Nacht zum Mittwoch hatten sich die vier Parteien nicht über eine Wahl Lieberknechts und den anschließenden Zeitplan einigen können.

Der Zeitung „Thüringer Allgemeine“ sagte Lieberknecht: „Ich bin aus der Debatte raus“. Sie habe nur für die Lösung von Bodo Ramelow von der Linken zur Verfügung gestanden. „Der Widerspruch zur CDU, die keine schnellen Neuwahlen will, lässt sich nicht auflösen“, sagte sie weiter.

Als einzige Alternative nannte sie eine Koalition zwischen Linken und CDU. „Wer jetzt keine Neuwahlen will, muss Bodo Ramelow mit verlässlicher Mehrheit zurück ins Ministerpräsidentenamt verhelfen und dann am besten mit ihm eine Regierung gehen, ob das nun Projektregierung oder anders heißt“, sagte Lieberknecht der Zeitung. Für sie selbst sei das Thema nun beendet. Wie es nun weitergehen wird, ist noch offen.

Linke, SPD, Grüne und CDU haben am Dienstagabend nach Beratungen, bis Freitag einen Vorschlag für einen Ausweg aus der Regierungskrise vorlegen zu wollen.

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