Das irakische Parlament hat überraschend für den Abzug der US-Soldaten, die im Land noch stationiert sind, gestimmt. Eine große Mehrheit der Abgeordneten hat am Sonntag dafür gestimmt, dass die rund 5.000 Soldaten der US-Armee den Irak verlassen.

Das Parlament forderte nun die Regierung auf, den Abzug aller ausländischen Truppen im Land einzuleiten, die Teil des US-geführten Bündnisses zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind. Das Parlament forderte auch, dass ausländische Truppen den irakischen Lauftraum in Zukunft nicht mehr nutzen dürfen. Der Beschluss des Parlaments verpflichtet die Regierung des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Adel Abdel Mahdi, das Gesuch um militärische Hilfe im Kampf gegen den IS zurückzuziehen.

Im Jahr 2014 hatten die IS-Extremisten weite Teile des Irak und Syrien unter ihrer Kontrolle gebracht. Der Irak hatte im Dezember 2017 nach langen Kämpfen den militärischen Sieg über den IS erklärt. In einigen Teilen des Landes ist die Terrormiliz aber weiterhin aktiv.

Mahdi sagte vor der Abstimmung im Parlament: „Wir haben zwei Möglichkeiten: die ausländische Präsenz umgehend zu beenden oder einen Zeitplan für dieses Ende festzulegen.

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