Nach einer heftigen Abstimmungsniederlage hat Premierminister Boris Johnson die Gesetzgebung zum Brexit-Deal auf Eis gelegt. Er wolle mit der Europäischen Union über eine weitere Verlängerung der Frist verhandeln. Zugleich müsse er aber auch die Vorbereitungen für einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorbereiten, sagte er am Dienstagabend im Londoner Parlament.

Eine Sprecherin von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte auf Twitter, man nehme die Ergebnisse in London zur Kenntnis und erwarte Informationen der Regierung von Johnson. EU-Ratschef Donald Tusk spreche weiter mit den Staats- und Regierungschef der EU über eine mögliche Verlängerung der Frist nach dem 31. Oktober hinaus, erklärte eine Sprecherin.

Vorher hatten die Abgeordneten im Unterhaus in einer Abstimmung den Zeitplan des Premiers gekippt. 322 Abgeordnete waren dagegen, 308 waren dafür. Vor dieser Niederlage hatte das Parlament am Abend den Gesetzesrahmen für den Brexit-Deal im Grundsatz gebilligt und damit den Weg freigemacht für eine weitere Debatte über das Gesetzespaket.

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