Im Mordfall des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei dem Mord an den CDU-Politiker um einen Anschlag mit politischem Hintergrund handeln könnte. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, hat die Polizei einen 45-jährigen Mann unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Wie die Zeitung weiter berichtet, soll dieser Mann in der rechtsextremistischen Szene aktiv gewesen sein. Aktuell wird noch geprüft, inwieweit der Mann noch aktiv war. Der Mann wurde dank einer DNA-Spur am Tatort identifiziert. Er war offenbar einschlägig bekannt.

Wie die Kasseler Staatsanwaltschaft und das hessische Landeskriminalamt am Sonntag mitteilten, wurde der Verdächtige am Samstagmorgen gegen zwei Uhr morgens festgenommen. Weitere Informationen wurden nicht mitgeteilt. Am Montag will man sich dazu äußern.

Für die Sicherheitsbehörden war am Sonntag noch unklar, ob es sich um eine Einzeltat handelte, die sich nur gegen Lübcke richtete, oder ob weitere Taten in Verbindung gebracht werden könnten. Dem Vernehmen nach wird die Möglichkeit nach weiterer potentiellen Opfern geprüft.

Im Jahr 2015 wurde Lübcke immer wieder aus der rechtsextremen Szene angefeindet, nachdem er bei einer Bürgerversammlung in Lohfelden Kritikern der damaligen Flüchtlingspolitik entgegenhielt, wem es nicht passe, dass in Deutschland Menschen aufgenommen würden, dem stehe es „frei, dieses Land zu verlassen“. Daraufhin habe er Morddrohungen erhalten, die ihn jedoch in jüngere Vergangenheit nicht mehr erreicht hätten.

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