Im US-Kongress fand heute die Anhörung des Ex-Anwalts von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen statt. Der 52-Jährige, der mehr als ein Jahrzehnt für Trump als Anwalt gearbeitet hat, ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den amerikanischen Präsidenten. Vor der Anhörung gab es eine Diskussion um eine Verschiebung der Anhörung. Die Republikaner wollten diese noch verschieben. Die Demokraten hatten aber den Antrag abgelehnt.

Cohen warf Trump Rechtsverstöße und Lügen vor. „Er ist ein Rassist. Er ist ein Betrüger. Er ist ein Schwindler“, sagte er zu Beginn der Anhörung. „Ich schäme mich, dass ich dazu beigetragen habe, Herrn Trumps unerlaubte Handlungen zu verschleiern, statt auf mein eigenes Gewissen zu hören.“

Cohen legte dem Ausschuss Dokumente vor, mit denen er seine Anschuldigungen gegen den Präsidenten nach eigenen Angaben „unwiderlegbar“ beweisen könne. Darunter war die Kopie eines Schecks, mit dem Trump zwei Frauen entschädigt haben sollen, sagte Cohen. Diese Frauen hatte vor der Präsidentenwahl 2016 dieses Geld bekommen. Sie haben behauptet, mit Trump Sex gehabt zu haben. Mit dem Geld sollte dies nicht an die Öffentlichkeit kommen.

Außerdem sagte, dass Trump während des Wahlkampfes ihm in die Augen geschaut hat und gesagt habe, dass es keine Geschäfte mit Russland gebe, obwohl die Verhandlungen noch liefen. Dann sei er rausgegangen und habe das amerikanische Volk belogen, indem er dasselbe gesagt habe. „Er hat mit auf seine Art gesagt, dass ich lügen soll“, sagte er. Er erklärte weiter, dass Trump die Unwahrheit gesagt hat, weil er niemals davon ausgegangen sei, dass er die Wahl gewinnen werde.

Der ehemalige Anwalt des Präsidenten beschuldigte Trump auch, dass er vorab von der Veröffentlichung von gehackten Mails der Demokraten durch Wikileaks im Wahlkampf 2016 gewusst zu haben.

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