EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hält es für möglich, dass die Briten wegen einer Verschiebung des Brexits noch einmal an der Europawahl teilnehmen könnte. Er könne sich das schwer vorstellen und er würde es „für einen Treppenwitz der Geschichte“ handeln, sagte Juncker in der Stuttgarter Zeitung. Ausschließen tut er es aber nicht.

Er fügte noch hinzu: „In Sachen Brexit ist es wie vor Gericht und auf hoher See: man ist in Gottes Hand. Und immer ist es ungewiss, wann Gott richtig zugreift.“

Ende März will Großbritannien eigentlich aus der Europäischen Union austreten. Doch das zwischen Premierministerin Theresa May und den anderen 27 EU-Staaten ausgehandelte Abkommen kommt im britischen Parlament nicht an und wurde heftigen Widerstand abgelehnt worden. Neben einem chaotischen Bruch mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft ist deswegen auch eine Verschiebung des Austritts denkbar.

Die Europawahl findet vom 23. bis zum 26. Mai statt. In Deutschland gehen die Bürger am 26. Mai wählen.

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