Die Fluggesellschaft Eurowings prüft wegen der hohen Kerosinpreise Kurzarbeit für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Winter. Dazu hat die Lufthansa-Tochter derzeit schon Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit geführt. Auch Flüge sollen gestrichen werden, wie ein Sprecher der Fluggesellschaft dem Nachrichtenmagazin „SPIEGEL“ berichtet. Zum möglichen Ausmaß der Kurzarbeit machte die Fluggesellschaft keine Angaben. Informiert hatte das Unternehmen seine Beschäftigten in dieser Woche schriftlich informiert.

Die Gewerkschaft Verdi will bei der Ausgestaltung der Kurzarbeit mitreden. Sie pocht darauf, dass Zahlungen der Arbeitsagentur gegebenenfalls aufgestockt werden. Immerhin erwirtschaftete die Lufthansa unter dem Strich auch aktuelle Gewinne, hieß es als Begründung.

Die hohen Kostenpreise infolge des Iran-Kriegs, ausgelöst durch die USA und Israel, setzen die Fluggesellschaften weltweit unter Druck. „Allein für Eurowings bedeutet das im laufenden Jahr fast 250 Millionen Euro mehr Kerosinkosten als geplant – eine gewaltige Summe„, schreibt das Management von Eurowings in seinem Brief. Insbesondere die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben werde in den traditionell schwierigen Wintermonaten voraussichtlich noch größer, hieß es weiter.

Jetzt muss gespart werden. Flüge und ganze Verbindungen werden gestrichen. Betroffen sind die gerade erst gestarteten Verbindungen zwischen Köln und Stuttgart nach Dubai. Weitere Streichungen von Flugverbindungen sollen eher einzelne Flüge, aber nicht ganze Strecken betreffen. Das Winterangebot will Eurowings um rund 5 Prozent kürzen.

Aber auch hier will das Unternehmen sparen. Eine interne Weihnachtsfeier ist angesagt worden. Zudem sollen in der Verwaltung bis Ende 2028 rund 100 Stellen wegfallen.

Quelle: ARD

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Waldemar
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