Die Deutsche Telekom will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im eigenen Unternehmen ausbauen und dadurch die Kosten senken. Gegenüber dem Jahr 2023 sollen die indirekten jährlichen Kosten im Kosten durch KI und Automatisierung bis 2030 um rund 2,5 Milliarden Euro sinken, wie der Konzern heute (05.10.) anlässlich eines Investorentags mitteilte. Das ist eine Steigerung gegenüber den für 2027 vorgesehenen Bruttoeinsparungen von 1,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen will zudem außerhalb der USA den KI‑bezogenen Umsatz mit Unternehmen bis 2030 auf 800 Millionen Euro steigern, dieses Jahr sollen es rund 250 Millionen Euro sein. Zudem hat die Telekom ihre Prognose und die mittelfristigen Ziele bestätigt.

Die Aktie der Telekom war vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate kaum bewegt gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vor dem Wochenende. „KI verändert die Telekom von Grund auf. Sie macht unsere Netze noch besser und intelligenter, unseren Service persönlicher und eröffnet neue Geschäftsmodelle, vom KI-Assistenten im Telefonat bis zur souveränen Infrastruktur für Europas Industrie„, sagte Telekom-Chef Tim Höttges laut Mitteilung.

Nach Angaben der Telekom erkenne KI-Auslastungen im Mobilfunknetz früher, unterstütze Beschäftigte im Kundenservice und helfe, Anliegen direkt zu lösen. Beim Privatkundengeschäft sollen neue KI‑Dienste ebenfalls zum Wachstum beitragen, etwa die Live-Übersetzung von Gesprächen im Mobilfunk.

Die Telekom setzt KI eigenen Angaben zufolge dort ein, wo große Mengen wiederkehrender Arbeit anfallen: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsprozessen. Im 1. Im Halbjahr hatte der Chatbot „Frag Magenta“ demzufolge bereits rund 2,5 Millionen Anrufe im Kundenservice übernommen. In den USA sei die Zahl der Anrufe beim Kundenservice um 55 Prozent gesunken. KI-Agenten bearbeiteten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte. KI unterstütze das Entwicklungsteam zudem dabei, Software zu erstellen und ältere IT-Systeme abzulösen, so die Telekom.

Quelle: Heise

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Waldemar
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