Das US-Militär hat sich komplett aus dem Irak zurückgezogen. Die letzten US-Soldaten hätten nach Angaben des US‑Verteidigungsministeriums das Land verlassen. Damit endet eine Zeit von teils heftig umstrittenen US-Militäreinsätzen in dem Land im Nahen Osten, mit denen der frühere Machthaber Saddam Hussein gestürzt und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft wurde.

In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums, das unter US-Präsident Donald Trump inzwischen Kriegsministerium heißt, heißt es: „Dieser Meilenstein spiegelt den Erfolg einer zwölfjährigen Kampagne wider, durch die der IS als organisierte militärische Bedrohung im Irak und in der gesamten Region besiegt wurde.„

Die irakische Regierung trage jetzt die Hauptverantwortung für die Bewältigung der sicherheitspolitischen Herausforderungen im Land, teilte das Pentagon in Washington weiter mit. Dazu zählten die verbliebenen Strukturen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie mit Iran verbündete Milizen, die nach US-Einschätzung die irakische Souveränität und die Stabilität in der Region untergraben.

In den letzten Jahren waren nach Angaben des Pentagons noch rund 2.500 US-Soldaten im Irak stationiert. Zuletzt verblieben sie noch in Erbil in der Kurdenregion, an einem Stützpunkt in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Bagdad und im Regierungsviertel von Bagdad, in das in den vergangenen Wochen unter anderem Flugabwehrsysteme verlegt wurden. Die irakische Regierung hatte den vollständigen Abzug der US-Soldaten schon am vergangenen Sonntag (27.09.) vermeldet.

Seit 2014 hatten die USA im Irak und in Syrien mit verbündeten Staaten den Kampf gegen den IS, der dort 2017 beziehungsweise 2019 für militärisch besiegt erklärt wurde, geführt. IS-Zellen sind weiterhin dort aktiv und verüben auch weiterhin einzeln Anschläge. Die Terrormiliz hat aber die großen Gebiete verloren, die sie einst in beiden Ländern kontrollierte.

Quelle: ZDF, dpa

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Waldemar
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