Bei einem verheerenden Angriff auf den Hauptflughafen der Hauptstadt von Saudi-Arabien, Riad, sind nach Angaben der staatlichen Luftbehörde 12 Menschen getötet worden. 309 weitere Menschen sind demnach verletzt worden. Einige schweben in Lebensgefahr. Die Opfer kamen aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien, dem Sudan und den palästinensischen Gebieten. Wegen der Angriffe wurde der Betrieb am Flughafen eingestellt.
Es ist die höchste Opferzahl bei einem Angriff auf einen mit den USA verbündeten Golfstaat seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. Dessen Fronten haben sich auf den Konflikt zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen ausgeweitet.
Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis machte die Huthi für die Attacke auf den internationalen Flughafen King Chalid verantwortlich. Der Angriff auf eines der Passagierterminals sei ein „regelrechtes Kriegsverbrechen„, schrieb der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki, auf der Plattform X, ehemals Twitter. Er kündigte eine entscheidende Reaktion an.
Die jemenitische Huthi-Miliz bekräftigt indes ihre Warnung vor der Nutzung von saudi-arabischen Flughäfen. Fluggesellschaften, Mitarbeiter des Flughafens und Reisende sollen diese Warnung ernst nehmen, teilte die Miliz mit.
UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich „zutiefst schockiert“ über den Angriff der Huthi auf den Flughafen. Attacken auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verstoßen gegen das Völkerrecht. Sie müssen sofort eingestellt werden, forderte Guterres.
Zuletzt hatte die Huthi-Miliz ihre Angriffe auf das benachbarte Saudi-Arabien verstärkt und sich auch zu Anschlägen mit ballistischen Raketen auf den Flughafen von Riad und andere Einrichtungen bekannt. Der internationale Flughafen King Chalid war erst am vergangenen Donnerstag (09.10.) angegriffen worden. Drei saudische Staatsangehörige kamen dabei ums Leben.
Die Huthi-Rebellen machen Saudi-Arabien für den Angriff auf den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida sowie weitere Gebiete verantwortlich.
Quelle: ZDF, dpa, AFP



