US-Präsident Donald Trump greift wieder die unabhängigen Medien in den USA an und will einige Medien aus dem Weißen Haus verbannen. Wie der Rechtspopulist auf seiner Social-Media-Plattform bekanntgab, sollen die Nachrichtensender CNN, MS NOW (Früher MSNBC) und die Plattform Politico aus dem Weißen Haus verbannt werden. Weitere Medien könnten folgen, sollten sie nach der Ansicht des Rechtspopulisten „Fake News“ verbreiten.
Im Oval Office legte Trump dann nach und sagte: „Ich will sie nicht in meinem Büro haben, ich will sie nicht hier haben. Ich würde sagen, der Ausschluss sollte so weit reichen wie möglich.“ Eine Reporterin der Nachrichtenagentur Bloomberg frage den Präsidenten der USA, ob er die Presse einschüchtern und hindern wolle, ihre Arbeit zu Trump. Trump widersprach und sagte, dass er unehrliche Presse nicht mag. Danach beleidige er die Reporterin.
Was die angekündigte Verbannung der drei Medien genau bedeutet, ist unbekannt. Die CNN-Korrespondentin Kristin Holmes, konnte zunächst wie gewohnt vom Weißen Haus aus weiterarbeiten. In einem Livegespräch sagte sie: „Wir haben keinerlei Klarheit darüber, was als Nächstes passiert.“ Die betroffenen Medien wollen, sollen sie ausgeschlossen werden, juristisch dagegen vorgehen. CNN erklärte in einer Stellungnahme, dass der Schritt des US-Präsidenten eine „Angriff auf die Pressefreiheit“ sei. Weiter teilte der Nachrichtensender mit, dass die ihre Berichterstattung fair und präzise sei und „durch die US-Verfassung geschützt“ ist.
Schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Trump die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) von Pressekonferenzen im Oval Office und von Mitflügen in der Präsidentenmaschine Air Force One ausgeschlossen. Grund war die Verweigerung, dass man den Golf von Mexiko nicht Golf von Amerika nennt. AP klagte gegen den Ausschluss und das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Quelle: ARD



