Nach einer Strafe der Europäischen Union gegen die Onlineplattform X, ehemals Twitter, hat das Unternehmen von Tech-Milliardär und Rechtspopulist Elon Musk Zusagen gemacht und sich mit der EU-Kommission auf Änderungen geeinigt. Ein Sprecher der Kommission teilte mit: „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung„. Die Plattform will demnach mehr Informationen über bezahlte Werbung veröffentlichen und hat sein Abomodell mit dem blauen Haken umbenannt.

Die EU-Kommission bemängelte, dass der blaue Haken bei X hinter den Profilen für Verwirrung sorgte. Die Plattform nannte Nutzer mit dem blauen Haken „verifiziert„, obwohl dahinter lediglich zahlende Abonnenten stecken. Das Unternehmen hat sein Abomodell inzwischen in „Premium“ umbenannt und damit die EU-Kommission besänftigt.

Das EU-Gesetz für digitale Dienste, der Digital Services Act (DSA), schreibt der Plattform X auch vor, Daten zu ihrem Algorithmus und den Geldgebern hinter bezahlter Werbung auf der Plattform offenzulegen. Die Kommission war mit dem Anzeigenregister bislang aber nicht zufrieden. Die Plattform sagte nun zu, dass das Register nun übersichtlicher und einfacher durchsuchbar wird. Außerdem sollen Wissenschaftler einen besseren Zugang zu den Daten bekommen.

Die Plattform hat ein halbes Jahr Zeit, diese versprochenen Änderungen umzusetzen. Der Streit mit der EU-Kommission ist damit noch lange nicht vorbei. Das Unternehmen hat vor Gericht Beschwerde gegen die 120 Millionen Euro schwere Strafe eingelegt, die die Kommission im Dezember 2025 wegen Verstöße gegen EU-Recht verhängt hatte. Es läuft zudem ein Verfahren wegen weiterer Verstöße, wie unter anderem wegen der Verbreitung von sexualisierten KI-Bildern über den Chatbot Grok.

Quelle: ntv, AFP

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Waldemar
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