Das chinesische Unternehmen OnePlus, das Smartphones und Tablets macht, wird sich aus Europa und den USA zurückziehen. Damit wird es in diesen Regionen keine neuen Produkte mehr anbieten.
„Nach reiflicher Überlegung wird OnePlus keine neuen Produkte mehr in Europa und Nordamerika auf den Markt bringen„, schreiben OnePlus und die Unternehmensmutter Oppo in einer Stellungnahme, die Heise vorliegt. Der Hersteller versichert aber, dass „die Rechte und Interessen bestehender Nutzer, einschließlich Kundendienst, Software-Updates und Sicherheitspatches“ in vollem Umfang weiterhin gewahrt werden.
Gegenüber dem Portal „TheVerge“ erklärte OnePlus, dass die Geräte „in den kommenden Monaten“ von OnePlus’ OxygenOS auf Oppos ColorOS umgestellt werden. Laut Oppos Europa-Chef Elvis Zhou werden Besitzer die Möglichkeit haben, auf Wunsch wieder auf OxygenOS zurückzukehren. Das bedeutet, dass die User sich entscheiden müssen, auf künftige Updates verzichten zu müssen oder mit neuen Updates, aber einem anderen Betriebssystem, leben.
OnePlus verlässt zugunsten der Unternehmensmutter Oppo den deutschen Markt. Seit einiger Zeit vermarktete OnePlus in seinem eigenen Store Produkte von Oppo und verlinkte zur Webseite von Oppo. Zu den Produkten von Oppo schreibt OnePlus: „Auf der Suche nach einer neuen Technologie, die dir alles bietet, was du dir von OnePlus-Geräten wünschst? Oppo hat die Geschwindigkeit, die du brauchst, und die Erfahrung, der du vertraust.“ So wirbt ja OnePlus auch in Europa im eigenen Store für die Produkte der Unternehmensmutter. Auch bei der Unternehmenstochter von Oppo, Realme, wird es Änderungen geben. So heißt es: „Um die Ressourcen weiter zu bündeln und Synergien in der globalen Produktstrategie zu verstärken, wird sich Realme auf die Märkte im Ausland konzentrieren und in China keine neuen Produkte mehr auf den Markt bringen.„
Es gab zuletzt auch Gerüchte, dass Oppo die beiden Marken OnePlus und Realme fusionieren wollte. Das hat Oppo bisher nicht bestätigt, aber beide Marken spielen eine untergeordnete Rolle im globalen Geschäft.
Quelle: Heise



