Das US-Militär hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit den Streitkräften Nigerias den Vizechef der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) getötet. Bei einer „sorgfältig geplanten und äußerst komplexen Mission“ der US-Streitkräfte sei „die weltweite Nummer zwei des IS, Abu-Bilal al-Mainuki, auf dem Schlachtfeld eliminiert„, erklärte Trump in der Nacht zum Samstag (16.05.) auf Social Media.
Die weitweite Handlungsfähigkeit des IS sei damit deutlich geschwächt worden, schrieb Trump weiter. In seinem Post machte er keine weiteren Angaben zu dem Militäreinsatz, weder zum Zeitpunkt und Ort noch zu möglichen weiteren Opfern. Unklar bleibt auch, ob es sich bei dem Vorgehen der US-Streitkräfte eher um einen unterstützenden Einsatz aus der Luft handelte oder ob auch US-Soldaten am Boden im Einsatz waren.
Der getötete Kommandeur sei der „aktivste Terrorist der Welt“, erklärte Trump weiter. Al-Mainuki habe geglaubt, sich „in Afrika verstecken zu können„. „Aber er wusste nicht, dass wir über Quellen verfügen, die uns über alles, was er tat, auf dem Laufenden hielten„, schrieb Trump weiter. Die USA hatten im Jahr 2023 Sanktionen gegen den IS-Anführer verhängt. Er soll demnach im Jahr 1982 als nigerianischer Staatsbürger geboren worden sein. Trump dankte der nigerianischen Regierung für die Zusammenarbeit. Daher drängt sich die Vermutung auf, dass der Militäreinsatz in Nigeria stattgefunden hatte.
Der Islamische Staat ist im Westen Afrikas stark vertreten. Im Norden und Nordosten Nigerias sind mehrere Terrorgruppen aktiv, darunter die Islamisten der Boko Haram und auch mehrere IS-Ableger. Der Norden des Landes grenzt zudem an den Sahelstaat Niger, wo auch mehrere Terrorgruppen aktiv sind. Der oberste Chef des IS ist nach Angaben der USA seit 2023 Abu Hafis al-Haschimi al-Kuraischi. Er ist inzwischen der fünfte Mann an der Spitze der Terrormiliz, seit diese im Sommer 2014 in Syrien und im Iran ein „Kalifat“ ausrief.
Quelle: ZDF, AFP, dpa



