Nach dem Rückzug von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner als CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl im September, haben die Kreisvorsitzenden der CDU Berlin sich auf Finanzsenator Stefan Evers geeinigt.
CDU-Fraktionschef Dirk Stettner sagte: „Wir gehen ab sofort mit Stefan Evers in den Wahlkampf.“ Evers selbst trat am Freitagabend (10.07.) vor die Presse und sagte: „Ich bin bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.“ Evers sagte zudem, dass ihn die Kreisvorsitzenden auch gebeten hätten, die Spitzenkandidatur sowie kommissarisch den Landesvorsitz zu übernehmen. Wie Stettner sagte, habe sich die Runde der Kreisvorsitzenden am Abend „schnell darauf geeinigt, dass Stefan Evers der beste Kandidat, die beste Empfehlung an den Landesvorstand ist, um die CDU in diesen Wahlkampf als Spitzenkandidat zu führen.“
Bis Evers als Spitzenkandidat der CDU feststeht, sind noch weitere Schritte notwendig. Der Kreisvorsitzende der CDU Berlin in Tempelhof-Schöneberg, Jan-Marco Luczak, erklärte gegenüber dem RBB, dass es nun schnell gehen soll, voraussichtlich schon nächste Woche, wenn der Landesvorstand zusammenkommt. Dort würden die Kreisvorsitzenden vorschlagen, Evers zum Spitzenkandidaten zu küren. Evers selbst sagte, dass er Respekt vor der Entscheidung des Landesvorstandes habe. Man werde schnell handlungsfähig sein, zeigt sich Luczak überzeugt. Das Abgeordnetenhaus wird im September neu gewählt.
Evers, der in Paderborn aufwuchs, ist ein langjähriges Mitglied der Berliner-Landes-CDU. Im aktuellen Senat ist er Finanzsenator und Bürgermeister des Landes ohnehin schon eine mächtige Rolle inne, Ende April übernahm der 46-Jährige zudem das Kulturressort, nach dem Rücktritt von Sarah Wedl-Wilson in der Fördermittel-Affäre.
Quelle: RBB



